NLP

In meine therapeutische Arbeit fließen auch immer wieder Techniken aus dem NLP

NLP wird als Neuro-Linguistisches Programmieren bezeichnet. Es steht für das Konzept der Kommunikation und der Veränderungsarbeit. Der Begriff Neuro im NLP steht für das Gehirn und Linguistik für die Sprache. Nun werden im NLP diese Zusammenhänge beider Teile erfasst und erforscht, wie sich dieses Verhalten auch auf den Körper auswirkt. NLP kann durch die hohe Effektivität dem Anwender in der Persönlichkeitsentwicklung und der Ausbildung von Fähigkeiten großen Nutzen bringen. Entwickelt wurde NLP von Robert Dilts. Er war der Ansicht, dass NLP eher eine Art Verhaltensmodell sei, in dem klar vorgegeben ist welche Fähigkeiten und Techniken angewendet werden. Motivation erhielt er im Jahre 1975 von John Grinder und Richard Bandler. Robert Dilts sagt noch folgendes zu NLP: „Die Fertigkeiten und Techniken des NLP entstanden durch Beobachtung der Muster im exzellenten Tun von Experten aus diversen Bereichen professioneller Kommunikation, unter anderem aus dem Gebiet der Psychotherapie, der Wirtschaft, der Hypnose, des Rechtswesen und der Erziehung“ (Zitat von Robert Dilts)

In vielen Übungen aus dem NLP arbeitet man mit der Wahrnehmung, unseren  Sinnen:  (visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch). Sie erleben die Umgebung mit Ihren Sinnen und können dabei entweder etwas riechen, schmecken, fühlen, hören oder sehen. Alle diese Informationen, die Sie mit Ihren Sinnen aufnehmen, können Sie verinnerlichen und dort als Bilder, Töne oder Gerüche wiedergeben. So kann es passieren, dass Sie bei einem bestimmten Ton, Geruch oder Bild eine Erinnerung erhalten. VAKOK ist hierbei die Abkürzung, die im NLP zusammenfassend für die 5 Sinneskanäle genutzt wird. Eine leichte Übung, um Ihnen das mit den  fünf Sinnen näher zu bringen. Erinnern Sie sich doch an Ihre Grundschulzeit. Wissen Sie noch, wie es dort im Schulhaus roch? Welche Farben hatte das Klassenzimmer? Wie war die Stimme der Lehrerin? Welche Pausenbrote gab es zum Essen? Wie klang der Schulgong? All dies ist kann bei Ihnen verankert sein und kann immer wieder hervorgerufen werden.

Eine Arbeitweise, die ich gerne anwende und auch mit Ihnen einübe, damit Sie selbst damit „arbeiten“ können, ist das ANKERN

Und Sie kennen das bereits aus Ihrem Leben:

Sie hören im Radio ein bestimmtes Lied und denken sofort an eine oder mehrere bestimmte Situation, in der Sie dieses Lied gehört haben. Sie nehmen einen bestimmten Geruch wahr und fühlen sich an jemanden oder an eine Situation erinnert. Sie riechen Plätzchen zur Weihnachtszeit und denken augenblicklich an Ihre Kindheit

All diese Situationen führen das Beispiel des Ankerns vor Augen. Es gibt viele Beispiele dafür und es zeigt WIE präsent das Prinzip vom Ankern in unseren Leben ist.

Es geht sogar noch einen Schritt weiter. Viele Worte für sich sind Anker. Lesen Sie einmal die folgende Liste von Worten langsam nur für Sie selbst:

- Zoo
- Zitrone
- Bier
- Gewitter
- Theater

Sie haben mit jedem dieser Worte mindestens eine Assoziation, die irgendwann einmal verankert wurde.

Beispiel zum Ankern mit NLP:

Sie möchten das Gefühl Glück aktivieren. Denken Sie an eine Situation in Ihrem Leben, in der Sie wirklich glücklich waren. Die erfolgreiche Abschlussprüfung. Die Hochzeit oder die Geburt Ihres Kindes....  Wenn dieses Gefühl am stärksten ist, dann legen Sie Ihre rechte Hand auf Ihr Herz. Konnten Sie das Ankern erfolgreich ausüben, dann wird ab sofort das Gefühl Glück auftreten, wenn Sie mit Ihrer rechten Hand Ihr Herz berühren. Probieren Sie es ruhig mal aus. Damit dieses Gefühl auch immer wieder ausgelöst wird, sollten Sie diese Geste öfter durchführen, das heißt, Sie müssen immer wieder üben, dass das Gefühl mit dieser Geste verbunden bleibt.

Gefühle ankern in der einfachen fünf Schritte Anleitung

Sie müssen nur fünf Schritte durchlaufen, damit Sie Gefühle verankern können.

  1. Sie suchen sich einen ruhigen Ort, an dem Sie sich hinsetzen. Danach atmen Sie ruhig durch und schließen die Augen. Jetzt suchen Sie sich ein Gefühl aus, das Sie ankern möchten und denken hierbei an eine Situation, in der Sie dieses Gefühl schon mal verspürt haben. (Sie möchten das Gefühl Glück aktivieren. Denken Sie an eine Situation in Ihrem Leben, in der Sie wirklich glücklich waren. Die erfolgreiche Abschlussprüfung. Die Hochzeit oder die Geburt Ihres Kindes....) Dieses Erlebnis müssen Sie deutlich vor Ihrem geistigen Auge abspielen, damit die gewünschten Gefühle tatsächlich auftreten können.
  2. Sobald das Erlebnis vor Ihrem geistigen Auge auftritt, müssen Sie versuchen, es festzuhalten, bzw. zu verstärken. Hierzu können Sie sich einige Fragen stellen, um alle Details aus diesem Erlebnis wieder hervorzuholen. Welche Fragen Sie sich dabei stellen bleibt Ihnen und Ihrem Erlebnis überlassen. Wenn weitere Personen anwesend waren, die zu diesem Ereignis beigetragen haben, dann können Sie sich nun daran erinnern, wer diese Personen waren. Gleichfalls können Sie sich daran erinnern, was diese Personen gesagt oder getan haben. Das nähere Umfeld, das damals anwesend war, sollten Sie ebenfalls reproduzieren. Jetzt bleibt nur noch die Analyse des Gefühles, wie stark dieses war, was Sie genau gespürt haben, wo im Körper Sie dieses gespürt haben usw.
  3. Dieser Schritt ist der einfachste: Sie dürfen nun das aufgelebte Gefühl genießen.
  4. Wenn dieses Gefühl am stärksten ist, dann sollten Sie sich jetzt einen Anker für dieses Gefühl suchen. Die Auswahl bleibt gänzlich Ihnen allein überlassen. Hier nur ein paar Beispiele: Bilder, Töne, Gerüche, Bewegungen
    Sie müssen lediglich aufpassen, dass Sie einen Anker suchen, den Sie anschließend nicht mit weiteren Ankern verwechseln könnten.
  5. Jetzt kommt die Testphase: Öffnen Sie die Augen und lösen Sie den Anker aus. Erscheinen die gewünschten Gefühle? Ja? Dann haben Sie es geschafft. Sollten die gewünschten Gefühle nicht auftreten, dann müssen Sie die Schritte eins bis zwei wiederholen. Die Wiederholung muss so oft durchgeführt werden, bis beim Auslösen des Ankers das gewünschte Gefühl erscheint.

 

 

Hinweis:  Aus rechtlichen Gründen möchte ich darauf hinweisen, dass diese Methode in meiner Arbeit keine eventuell notwendigen medizinischen, psychiatrischen oder klinisch-psychologischen Therapien ersetzt. Monika Karsten, Heilpraktikerin für Psychotherapie